Tag 283 (10.10.2007)
An diesen Tag musste ich ein paar Tränen verdrücken, und alles nur, weil meine Lieblingsband ein neues Album veröffentlichte. Radiohead bedeuten mir sehr viel. Sie begleiten mich schließlich schon seit 11 Jahren. Etwas neues von ihnen ist von daher immer etwas besonders, wird eigentlich nur getoppt, wenn ich die Chance habe, sie live zu sehen. Das neue Album war von daher so wie „nach Hause kommen“. Das ist nicht von mir, das habe ich in einem Forum auf geschnappt, aber es passt halt auch gut zu meinen Empfindungen.
„All I Need“ ist momentan für mich der schönste Song von In Rainbows, obwohl es jedesmal beim Hören mir die Kehle zuschnürt und ein unangenehmes Gefühl in meine Brust verursacht. Scheiß Deprikacke, aber der Song weckt Sehnsüchte nach einem unbestimmten Jemand, die ich eigentlich sonst erfolgreich unterdrücken kann…. Nun ja…
Tag 285 (12.10.2007)
Den Tag habe ich mir so richtig schön vorgestellt. Mit meiner Schwester nach Frankfurt fahren, so Mittags dort sein, über die Zeil flanieren (meine Schwester shoppt halt gerne), interessante Fotos von der Skyline machen, danach was ordentliches Essen und dann zum IAMX Konzert. Lief natürlich alles anders, und nur, weil ein LKW beschloss, auf die A3 umzukippen und eine brennbare Flüssigkeit über die Bahn zu verteilen. Nichts ging mehr. Wir steckten in einen echt verdammt dicken Stau. Von hier nach Frankfurt dauert eine Fahrt mit dem Auto normalerweise knapp 2 Stunden, aber unsre Fahrt dehnte sich somit auf fast 5 Stunden aus. 5 verdammte Stunden!!! Unsere Blasen sind beinahe explodiert!
Um kurz vor 19 Uhr waren wir erst in Frankfurt. Zeil konnten wir vergessen, ebenso die Fotos. War stockdunkel, und meine Kamera ist für Dunkelheit nicht gemacht. Kann leider nur 400 ISO. Das Essen haben wir uns nicht nehmen lassen, war ja noch Zeit, also rein in ein Steakhaus. Da wurde mir ein Lätzchen umgebunden, kam mir recht doof vor, weil ich schien die einzige zu sein, die die Ehre hatte (?) Während des Essen von meiner Schwester etwas erfahren, was mich ziemlich sprachlos machte. Es war ein Schicksalsschlag, den sie vor uns alle (außer vor ihren Mann) verheimlichte, obwohl sie 6 Monate daran knabbern musste. Und ich habe nichts gemerkt. So eine Scheiße. Ein Mann, der nebenan am Tisch saß, lockerte zum Glück die Situation etwas aus, indem er laut rülpste. Na Mahlzeit!
Danach ging es direkt zum Konzert. Lief natürlich auch nicht, wie ich mir das so vorgestellt habe. Die Vorband spielte schon, was zu verschmerzen war. Aber der Club, nun ja, der war nicht so meines. War wohl mal eine Abstellgebäude für Wagons, war dementsprechend auch so gebaut. Also lang, gewölbte Decke, und es war eng. Ich schätze mal so maximal 6 Meter zu anderen Wand hin. Das war’s. Es war zu eng. Eng. Aber so richtig. Dann stand da auch noch eine Bar, natürlich, wo alle davor standen und es kaum möglich war, etwas weiter nach vorne zu dringen. Ich gehöre nämlich zu den Leuten, die gerne vorne stehen, was sehen wollen. Aber schon bei der Vorband war es kaum möglich, nach vorne hin zu Bühne zu kommen. Ich musste echt kämpfen, auf meine Art und Weise, denn leider bin ich nicht so unverschämt, einfach Leute zu Seite zu stoßen. Unfassbar, wie viele das machten, obwohl theoretisch kein Platz mehr vorhanden war. Ich drängte mich also nur nach vorne, wenn tatsächlich ein bisschen Platz frei wurde. Ganz nach vorne kommt man so natürlich nicht. Aber schon doch ein bisschen. Meine Schwester aber versuchte es erst gar nicht. Die blieb hinten. Nach der Vorband ging das warten los. Ach du meine Güte, ein Menschlein auf der Bühne baute um, und baute, und baute… nichts passierte. Nach einer Stunde stellte dann jemand fest, das der Beamer kaputt war, na wunderbar, der musste ausgetauscht werden, natürlich. Eine Bühnenshow ohne Beamer, unvorstellbar. Nächstes mal bringe ich einen mit und werfe den Chris Corner an den Schädel. Nach der Installation eines anderen Beamers ließ die Diva nämlich noch weiterhin auf sich warten. Also, weit über eine Stunde Umbaupause, geht’s noch? Die ersten fingen an zu pfeifen, dann kam der Herr auch endlich und legte, puh, wenigstens eine Energie geladene Show ab. Immerhin, aber trotzdem war nach ca. 45 Minuten Spielzeit (mit Zugabe) Schluss. Tata. Ich dachte, ich wäre im falschen Film. Okay, okay, eigentlich nichts ungewöhnliches, das der Herr kurze Shows abliefert, aber ich dachte, er hätte es sich abgewöhnt, da er in Krefeld anno damals weit über eine Stunde spielte. Aber es war wohl nichts anderes zu erwarten, nach dem Tag. Ich kann wohl froh sein, dass das Konzert überhaupt stattfand.
Ach so, habe ich erwähnt, das die zwei größten Menschen im Club während des Gigs genau vor mir standen?
Heimreise lief ohne Zwischenfälle, mal abgesehen vom Nebel des Grauens, der sich über die Autobahn legte und nach uns griff. .
Tag 291 (18.10.2007)
Definitiv schlimmster Tag des Jahres. Für mich, meine Familie. So was möchte ich nicht nochmal mitmachen. Alles nur, weil eine Person ihr Fehlverhalten nicht einsah und die daraus resultierende Maßnahmen. Sie tätigte dann ein Telefonat. Ihre Rache. Beweise dafür haben wir natürlich nicht. Alles nur Spekulationen. Mal sehen, was sich in den nächsten Wochen, vielleicht sogar Monate, ergeben wird. Einen Anwalt haben wir eingeschaltet, der meinte, er könnte raus finden, wer das war. Er soll uns natürlich auch im eigentlichen Fall helfen, ich hoffe, er tut es auch. Jetzt heißt es nur abwarten auf das, was kommen wird, und das uns nicht doch noch wegen irgendwas (?) einen Strick gedreht werden kann.
Ich frage mich seither die ganze Zeit, warum Menschen so sein müssen. So negativ. So nur auf sich bedacht. So scheiße zu anderen.
Tag 293 (20.10.2007)
Seit einen Monat habe ich nun meinen Führerschein. Ich wollte immer hier etwas dazu reinschreiben, bin aber nie wirklich dazu gekommen.
Jedenfalls, um es kurz zu machen: Fahren kann ich noch nicht wirklich, ich hätte mir den Führerschein nicht gegeben. Zumindest hat der Prüfer mich Töffel/Toffel genannt. Ich weiß zwar nicht genau, was er damit meinte, aber er hat wohl recht damit. Zweimal dicke während der Prüfung was verhauen, aber er hat es mich wiederholen lassen. Er war streng, aber gnädig. Danke dafür.
Ich vermisse nun etwas die Fahrstunden mit meinen Fahrlehrer. Jede Stunde war eine ziemlich Überwindung für mich, aber er hat mit seiner frechen und gemeinen Art mir sehr gut dadurch geholfen. Kleine Therapie, irgendwie.
Und, was auch ganz toll war: Ich bin mit meinem Geld hingekommen! Ich hatte schon Angst, ihn nicht direkt sofort alles zahlen zu können. Schulden finde ich unangenehm. Aber es hat alles gepasst…
Ich sehe übrigens auf dem Foto des Führerscheinkarte wie eine verdammte Cracknutte aus.
schön dich mal wieder zu lesen und richtig fahren das dauert mindestens 2-3 jahre,wenn mann täglich fährt. so richtig lustig wird das erst in fremden großstädten, aber mit navi geht das ja so halbwegs heute.
solange du nicht wie die cracknigger mit den lötkolben und beißzangen aussiehst die marcelous wallace schickt.
sorry -man- muß das heißen