Ich bin stolz auf mich (wieder mal), denn ich habe mich ins Schwimmbad gewagt. Nach einem Jahrzehnt. Es hat mich echt Überwindung gekostet, und beinahe hätte ich mich auch davor gedrückt. Aber eben nur beinahe.
Neu gewonnene Erkenntnisse: Ich sehe nass und im Badeanzug wie ein Rehpinscher aus, und Schwimmen verlernt man tatsächlich nicht.
Ich hab das Schwimmen auch aufgegeben. Leider drücke ich mich immernoch, denn ich sehe im Badeanzug aus wie eine Dachlatte.
Trotzdem möchte ich dich beglückwünschen diesen Schritt gemacht zu haben. Einfach war es warscheinlich nicht.
Wegen dem “Dachlattenphänomen” habe ich auch den frühen Vormittag zum Schwimmen gewählt. Badeorte dann nicht sehr voll, und vor allem sind da hauptsächlich alte Leute, die schon lange den Kampf aufgeben mussten, irgendwelche Schönheitsidiale zu entsprechen. Ich bin auch fest davon überzeugt, das den meisten es ziemlich egal ist, wie andere in Badeanzüge aussehen, da sie selber nicht perfekt sind und selbst in Ruhe gelassen werden wollen. Das wird auch einem ziemlich klar, wenn man so in einer Schwimmhalle verschüchtert rumsteht. Ein FKK-Strand wäre wohl dann sowas wie eine Offenbarung …